Chambok

Chambok liegt in einer etwas ländlicheren Gegend und war unser Home-Stay in einem einfachen Dorf. Um überhaupt in das Dorf zu kommen wo wir hinwollten, mussten wir schlussendlich mit unserem Bus die letzten 10 km über eine unbefestigte Straße fahren die mehr als holprig war. Reichlich durchgeschüttelt sind wir dann an unserem Ziel angekommen. Die meisten Häuser waren auf hohen Stelzen angelegt und hatten vielleicht eine Größe von 50-60 qm. Bevor wir aber unsere Zimmer begutachten konnten, haben wir erstmal einen Ausflug gemacht und zwar auf einem Trecker.

Die Landschaft um uns herum war wirklich mehr als schön! Überall kleine Seen und ganz viel Grün und hier und da auch mal eine Kuh die durchs Grüne schaut. Wir waren noch nicht lange unterwegs da hielt neben uns ein großer Pick up und ein kleiner Mann stieg aus und redete wild auf unsere Guide ein. Wie sie uns dann mitteilte, war dieser Mann Polizist (also der Dorfscheriff) und er wollte gerne ein Foto mit uns machen. Wir also alle Brav von dem Anhänger runtergeklettert und auf ins Grüne. Bevor wir allerdings das Foto machen konnten, zog er sich mal eben sein offizielles Hemd über und wechselte von FlipFlops in Anzugschuhe.

Nachdem das abgeschlossen war, durften wir weiterfahren, leider blieb uns hierbei das Wetter nicht gnädig und kurze Zeit später fing es ziemlich stark an zu regnen. Das ist dann leider unpraktisch ohne Dach und ohne irgendwelche Gebäude in der Nähe. Als wir dann an unserem eigentlichem Ziel angekommen waren (Der Mini-Grand-Canyon) waren wir also alle schon vollkommen durchnässt. Nur die die wirklich mit stabilen Schuhwerk gekommen sind, sind dann hinunter in den Mini-Grand-Canyon gestiegen, während der Rest von uns sich unter einen Ziegenstall gerettet hat. Da ich blöderweise mit FlipFlops unterwegs war, bin ich auch oben geblieben.

Nach einer Weile machten wir uns auf dann zum Gemeindezentrum wo wir heute Abend essen sollten und setzen uns auf den nassen Wagen und versuchten im Fahrtwind zu trocknen. Angekommen beim Gemeindezentrum wurde es schon dunkel, als uns die Frauen des Dorfes zeigten, wie man Armbänder aus Schilf flechtet.

Bei der Auswahl des Musters für unser eigenes Armband.

Unser Guide für Chambok erklärte uns, dass das Dorf seit 10 Jahren nun Touristen empfängt und das am Anfang die Leute sehr kritisch dem gegenübergestanden hätten, mittlerweile aber alle beim Tourismus mitmachen würden um so ihr Geld zu verdienen. Dieses Geld hat regelrecht zu eine Art Wohlstand geführt, denn die meisten Häuser verfügen mittlerweile über Toiletten, so wie wir sie kennen. Fließend Wasser gibt es aber noch nicht, das heißt wenn man duschen möchte ist direkt in dem Toilettenhäuschen ein riesiges Becken mit Wasser aus dem man mit einer Kelle schöpft und über sich gießt.

Wir hatten ein großes Zimmer zu 6, wo 3 Matratzen auf dem Boden lagen und darüber Moskitonetze gespannt waren. Trotz der Hitze, die herrscht auch nachts, haben wir soweit recht gut geschlafen. Morgens wurden wir von den Mönchsgesängen um 4:00 Uhr geweckt, denn es sollte heute über die Grenze nach Vietnam gehen.

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