Amed

Amed ist auf den ersten Blick deutlich weniger touristisch als Sanur oder Changgu. Das schöne ist das man hier direkt auch am Meer ist und direkt schnorcheln gehen kann, da dass Wasser wirklich wunderschön glasklar ist.

Das haben wir auch direkt gemacht, nachdem wir in unseren Bungalow eingecheckt haben. Nach dem Baden haben wir uns noch Brot gekauft und dass dann auf der Terrasse unseres Bungalows vertilgt mit einem herrlichem Blick aufs Meer. Unser Bungalow hatte zwar keine Klimaanlage was bei mehr als 30 Grad nicht einfach ist, aber wir hatten einen Ventilator, deswegen hatten wir uns in der ersten Nacht überlegt die Tür nach vorne nicht komplett zu schließen, sondern nur anzulehnen damit noch etwas mehr frische Luft einströmt. Irgendwann mitten in der Nacht wachte ich auf und schaute nach vorne und sah, dass die Tür komplett offen war ich setzte mich also ruckartig auf weil ich dachte oh je jetzt wurden wir auch noch ausgeraubt. Lea die auch nicht so tief geschlafen hatte wachte sofort auch auf und nachdem wir überprüft hatten ob alles da war, haben wir erstmal mit geschlossener Tür weitergeschlafen. Wir dachten eigentlich, dass es dann der Wind gewesen sein müsste, aber mittlerweile verdächtigen wir eine Katze die sich nämlich am zweiten Abend als wir auch auf der Terrasse saßen in den Bungalow schlich.

Amed besticht eben nicht nur durch den schönen Strand sondern auch dadurch, dass es nah an vielen weiteren Sehenswürdigkeiten ist. Für den zweiten Tag in Amed haben wir also einen Roller gebucht und sind extra früh aufgestanden, damit es an dem berühmten Penataran Lempuyang leerer wäre. Alleine die Fahrt dorthin war mit einer der schönsten Strecken die wir gefahren sind. An vielen Reisfeldern vorbei und ganz steile Serpentinen sind wir hoch bis wir endlich am Penataran Lempuyang waren. Um das Eintrittsticket zu kaufen mussten wir tatsächlich dann schon anstehen… Dementsprechend war es auch schon als wir beim Tempel dann angekommen sind. Überall waren schon Schlangen gebildet um an bestimmten Hotspots ein Foto zu machen. Das war uns dann doch ehrlich gesagt ein wenig zu viel. Für mit einer der bekanntesten Fotos was man aus den Social Media Netzen von Bali kennt hätten wir mehr als eine Stunde warten müssen. Manchmal ist es doch verrückt was so ein Hype auswirken kann.


Etwas de-illusioniert sind wir also weiter gefahren zu Tirta Gangga, einem Wasserpalast, wo es sehr dicke Kois gibt und viele einzelne kleine Teiche in einem wunderschön angelegten Garten. Gerade wenn man mal bis in die hinteren Teile des Gartens geht hatte man in fast komplett für sich alleine, weil viele nur vorne an dem ersten Teil bleiben. Am beeindruckensten war aber dass direkt noch auf dem Gelände eine kleine Baustelle war, wo Frauen große Eimer mit Sand hin transportierten. Beeindruckend deshalb, weil sie die großen Eimer einfach auf dem Kopf trugen und dort hintrugen.


Anschließend sind wir noch zu 2 tollen Aussichtspunkten über die Reisfelder und des Vulkans gefunden und waren dann zwar eigentlich schon relativ erschossen, aber beschlossen noch einen weiteren Ort zu besuchen: Rumah Pohon.
Rumah Pohon hatten wir einfach nur auf der Karte entdeckt, und dass dort vorher noch nicht viele Touristen hin gekommen sind haben wir alleine schon daran erkannt, dass wir recht groß beäugt sind als wir dort zwischen den Feldern her gefahren sind. Die Schulkinder die auf dem Weg nachhause waren, winkten uns zu. Dann endlich angekommen, wunderten wir uns als erstes über die hohe Bambustreppe die recht weit hoch ging, dann aber auf einmal im nichts endete und man aber sah dass unter der Treppe noch eine Treppe war die zu einer Tür führte. Also wieder herunter geklettert und die andere Treppe hoch. Um ehrlich zu sein, wir haben nicht wirklich verstanden wofür die Bambustreppe da ist, vielleicht ist sie noch nicht fertig gewesen? Falls jemand den Grund kennt, schreibt ihn unten bitte in die Kommentare, es würde mich wirklich mal interessieren. An der Tür angekommen wurde sie auch direkt geöffnet und wir kamen in eine recht surreale Welt. Ein angelegter Garten mit Hobbit-Häusern und einer Art Torten-Skulptur wie man sie vielleicht noch von Mario-Kart kennt. Es war wirklich eine skurrile Landschaft. Wir konnten auf eine Art Aussichtsterrasse gehen und haben von dort aus, das komplette Tal überblicken können und bis zum Meer sehen können. Und genau dort haben wir dann auch Mittag gegessen mit diesem Wahnsinns Ausblick.

Obwohl wir kurz beide noch einen Mittagsschlaf gemacht haben in den Hängematten dort, haben wir es doch noch rechtzeitig geschafft aufzubrechen, denn wirklich keine 10 Sekunden nachdem wir den Roller vor unserem Bungalow abgestellt hatten, fing es an wie in Strömen zu regnen. Den restlichen Nachmittag hörte es auch nicht mehr wirklich auf, aber das war uns recht, wir hatten wieder frisches Brot und etwas Wein für das Abendessen gekauft und haben uns dann nur noch auf die Terrasse zum lesen gesetzt und so den restlichen Nachmittag/Abend verbracht. Das war aber auch der einzige Regen-Nachmittag den wir hatten.

Aus Amed wieder weg zu kommen erwies sich als schwieriger als wir dachten, was wir nämlich vorher nicht wussten ist das Grab, Uber und GoJek auf gewissen Teilen der Insel verboten sind. Und genau das war hier auch der Fall. Wir versuchten also eine Std verzweifelt eine Weiterfahrt zu organisieren bis die Besitzerin der Bungalows uns zu Hilfe kam und schlussendlich über Verwandtschaft uns einen Fahrer organisierte. Sie war für uns wirklich ein absoluter Segen. Also konnten wir wieder etwas verspätet nach Munduk losfahren was hoch in den Bergen und im Inland liegt.

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