Munduk

Alleine schon Munduk zu erreichen war recht abenteuerlich, denn die Fahrt ging sehr steile Berge und hatte unendlich viele Serpentinen. Nach ungefähr 3 Stunden kamen wir dann auch oben in Munduk an und machten uns direkt auf zu einem Spaziergang zwischen den Reisfeldern der wirklich super schön aber ebenfalls sehr steil war, da mit FlipFlops zu laufen war nicht die beste Idee aber es hat funktioniert.


Die Region hat viele Wasserfälle und für den nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen eine Wanderung zu machen um die vier Wasserfälle die in direkter Umgebung sind zu besichtigen. Wir hatten von dem Hotel in dem wir waren eine Art selbstgezeichnete Karte bekommen, die zwar nicht maßstabsgetreu war, aber half sich auf dem ungefähren Weg zu halten.

Das die Karte selbst gezeichnet war wurde auch zum Problem.  Die ersten beiden Wasserfälle haben wir auf jeden Fall direkt entdeckt und sind für den einen sogar mehr als 400 Stufen gestiegen, es hat sich aber auch wirklich gelohnt denn wir hatten die Wasserfälle komplett für uns alleine. Es war wirklich unglaublich schön.

Es wurde allerdings schwieriger als wir auf einmal vor einer Weggabelung standen die so nicht so recht auf der Karte eingezeichnet war, wir versuchten uns also zu orientieren und dachten wir gehen links. Wahrscheinlich lag da dann der Fehler. Der Weg den wir weiter gingen war noch für einen weiteren Kilometer recht schön, da er weniger Anstiege hatte als der Weg vorher aber er führte uns zu einer der Serpentinen Straßen auf der wir den Tag zuvor gekommen waren. So wie es von der Karte eingezeichnet war, dachten wir uns ok gut wir haben nicht den richtigen Weg genommen, aber es ist kein großer Umweg den wir jetzt machen also laufen wir jetzt außen herum. Das war ein großer Fehler. Erstmal sind wir ungefähr 3-4 km die nicht endenden Serpentinen hochgelaufen mit Anstiegen von über 80% und das alles in der prallen Sonne.

Als wir endlich oben auf dem Berg angekommen waren, kam dann auch ein rettender Kiosk wo wir uns direkt Cola und Wasser kauften, denn was wir da noch nicht wussten wir hatten noch 10 km Weg vor uns. Also liefen wir weiter und die Gegend um uns herum kam uns von dem Hinweg schon bekannt vor also dachten wir ach ja das müsste ja nicht mehr weit sein und umdrehen lohnt sich jetzt nach diesen Serpentinen auch nicht. Also sind wir weiter gelaufen immer an den Straßen entlang. Irgendwann erschien auf der rechten Seite dann ein Wasserfall und wir waren uns sicher dass es der sein müsste der als vierter auf unserer Karte eingezeichnet war, da dieser direkt an der Hauptstraße auch lag laut Karte. Und wir wussten von dort aus war es nur noch ein kleines Stück bis zu dem Ort in dem unser Hotel war. Dort machten wir dann erstmal kurz Pause, waren aber auch schon ordentlich fertig.

Wie sich später heraus stellte war es natürlich nicht der Wasserfall von der Karte und wir mussten noch weitere 3 km laufen. Als wir um halb 3 dann wieder im Hotel angekommen sind hatten wir 17,5 km gelaufen und waren hundemüde.

Auch in Munduk haben wir uns einen Roller gemietet um zu Pura Ulun Danu zu fahren, eine wunderschöne Tempelanlage zwischen den Bergen direkt angelegt an einem See. Es war die schönste von den Tempel-Anlagen die wir besucht hatten und mit Abstand auch die leerste. Alleine die tollen Blumen Beete aber dann auch dieses Panorama dabei.

Von dort sind wir dann weiter zum Botanischen Garten, aber der ist so weitläufig dass wir gar nicht so richtig die Orte gefunden haben wo man hätte hingehen sollen. Da wir von der Wasserfall-Wanderung noch ziemlichen Muskelkater hatten sind wir dann auch verhältnismäßig schnell wieder zum Roller zurück. Von dort sind wir dann noch weiter zu dem Handara-Gate, was ähnlich berühmt ist wie das Tor in der Nähe von Amed, nur dass man hier keinen Vulkan im Hintergrund hat. Ich muss zugeben es war schon etwas schräg 2,5 EUR zu bezahlen nur damit man 5 Min hatte vor dem Tor ein Foto zu machen. Das ist wirklich etwas schräg ehrlich gesagt man steht dann auch in Schlange. Da nicht so viel los war, haben wir es trotzdem gemacht.

Von dort sind wir dann nochmal auf dem Rückweg nach Munduk an dem Wasserfall angehalten, der eigentlich auf unserer Route gewesen wäre, da man ihn auch über die Hauptstraße betreten kann. Wir sind also hinunter gelaufen zum Wasserfall, aber nicht nur um einen weiteren Wasserfall zu sehen sondern auch um dort im Eco-Cafe Mittag zu essen. Also aßen wir auch hier wieder ein gutes Nasi Goreng und tranken abschließend noch einen Kaffee. Da es ein Eco-Cafe war, wollte ich unbedingt den Luwak Kaffee probieren, dass kann man an vielen anderen Ecken zwar auch nur an zu vielen Orten werden die Luwak-Katzen in Käfigen gehalten extra für die Touristen in Eco-Cafes jedoch nicht. Ich bekam direkt zum Vergleich noch den üblichen balinesischen Kaffee daneben gestellt um auch einen Vergleich zu schmecken und dieser war auch wirklich ziemlich deutlich. Ich bin kein Kaffee-Kenner nur ein Kaffee-Lieberhaber muss ich an dieser Stelle sagen, heißt meine Beschreibung vom Geschmack ist wirklich absolut laienhaft. Der Luwak Kaffee ist auch vom ersten Blick schon anders, den er ist deutlich dunkler als der typisch balinesische. Vom Geschmack ist er auch deutlich stärker und aromatischer als der andere, der fast schon wässrig daneben wirkt. Nachher habe ich nachgelesen, dass der Luwak Kaffee tatsächlich weniger Koffein enthält als der normaler, was man aber auf jeden Fall nicht am Geschmack merkt.

Eigentlich hatten wir vor gehabt auch hier wieder mit den online Taxi Diensten weiter nach Ubud zu fahren, doch in dieser Region sind die Dienste verboten, online steht zwar dass man manchmal Glück haben kann und jemand erwischen kann aber halt nicht immer. Wenn man die offiziellen Taxis dann bestellt sind vom Preis dann aber nochmal 10 EUR teurer als die anderen. Wir hatten aber hier keine Wahl und haben also ein offizielles Taxi bestellt.

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