Ubud

Richtig Glück hatten wir mit diesem Transport nicht, unserer Fahrer hielt an jeder Straßenecke an und versuchte uns die Sorten der Bäume zu nennen und erklärte welche Frucht an welchem Baum wächst usw. Das war ja soweit noch ganz nett, blöd wurde es nur als er fragte ob wir schon Luwak Kaffee getrunken hätten, wir bejahten und er dann fragte ob wir die Tiere schon gesehen hätten was wir verneinten. Hier haben wir nicht schnell genug geschaltet denn das Nächste was passierte war dass wir eben an genau so einem Ort hielten an dem wir vorher nicht hin wollten, wo die Luwaks in Käfigen gehalten werden, man ein Tasting der Sorten und außerdem noch von Tees macht und nachher dann irgendwo zum Kauf der Produkte genötigt wird. Also haben wir dass dann über uns ergehen lassen und nachher der Dame ein Trinkgeld gegeben die uns vorher durch den Hof geführt hat, um den zu entgehen und damit kamen wir dann aus dem Hof auch zum Glück wieder raus ohne kaufen zu müssen. Weiter ging also die Fahrt in dem unklimatisierten Auto und als wir endlich in Ubud ankamen waren wir ordentlich durchgeschwitzt und immer noch etwas sauer wegen der aufgezwungenen Tour, aber Ubud hat es direkt wett gemacht.

Ubud ist im Gegensatz zu den anderen Orten die wir besucht hatten vorher, sehr gut besucht gewesen und an jeder Ecke wimmelt es nur so vor Touristen, und dementsprechend auch Händlern die einem irgendetwas andrehen wollten. Da unsere Zimmer noch nicht fertig waren, machten wir direkt einen Spaziergang in der Mittagshitze den ordentlich geschwitzt waren wir ja eh schon daher machte es auch keinen großen Unterschied. Wir gingen den „Urban Rice Fields Walk“, der an vielen Reisfeldern aber auch vielen Hotels vorbeiführt. Das überraschendste war eigentlich dass man innerhalb weniger Schritte in eine kleine Gasse aus der lauten Stadt in die Felder entschwinden konnte, wo man gar nichts mehr von der Stadt hörte. Die Reisfelder sind aber wenn man die von Munduk kennt vergleichsweise eher weniger beeindruckend.

Ganz zufrieden, dass wir schon etwas gelaufen waren, machten wir uns für den Nachmittag fertig und wollten die Stadt erstmal in Ruhe ansehen und wenn man mal ehrlich ist wollten wir uns auch viele der schönen kleinen Geschäfte sehen die es überall gab. Etwas schönes geschah noch später am Abend, es war die Nacht bevor Lea Geburtstag hatte und wir waren aus dem Restaurant wo wir vorher schon lange gesessen hatten schon heraus gebeten worden, weil sie schließen wollten. Wir hatten Glück und haben noch ein anderes gefunden, was aber auch nur für uns dann offen geblieben ist. Als Lea dann kurz zur Toilette war habe ich natürlich die Gunst der Stunde genutzt und habe Sie darum gebeten etwas für 12 vorzubereiten. Sie sind dann noch extra los um Kerzen zu besorgen und dann um 12 ließen sie über die Lautsprecher Happy Birthday laufen und kamen mit Bananen Crepes mit Kerzen drin. Lea hat sich riesig gefreut und wir hatten den Moment in diesem Restaurant quasi für uns alleine.

Am nächsten Tag sind wir dann in den Monkey Forest gegangen der nahe bei unserem Hotel war. Wir waren schon darauf vorbereitet, dass die Affen deutlich aggressiver sein würden, so hatten wir auf jeden Fall gehört, aber vielleicht weil wir gerade während der Fütterung da waren oder vielleicht auch wie einfach Nebensaison ist, waren sie wirklich tiefen-entspannt. Im Grunde ist der Monkey Forest ein großer Park mit einigen Tempeln und um die 1000 Affen. Uns hat es gut gefallen aber es kann sein, dass es war, weil es eben durch Nebensaison auch nicht stark gefüllt war.

Für den restlichen Tag hatten wir uns auch noch was überlegt wir gingen den Campuhan Ridge Walk entlang der auch deutlich schöner war als der erstere Trail um zum Jungle-Fish zu kommen, einem großen Infinity-Pool im Dschungel der zu einem Hotel gehört, wo man aber auch Tagespässe kaufen kann. Auch wenn der Weg dorthin schweißtreibend war, war es im Pool anschließend umso schöner und wir haben dort den restlichen Tag verbracht.

Jungle Fish

Es gibt noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten in der direkten Nähe von Ubud, also haben wir uns wieder einen Roller gemietet und sind los gedüst um sie zu erkunden. Direkt als erstes auf unserem Plan stand Pura Tirta Empul, der für viele von uns vermutlich bekannt geworden ist durch die Szene aus dem Buch/Film „Eat, Pray, Love“ mit Julia Roberts. Es ist eines der bekanntesten hinduistischen Quellen wo man in ein Bad steigt und sich das frische Quellwasser über den Kopf strömen lassen und sich damit von allem Bösen reinigt. Dieses Ritual besteht auch immer noch und selbst die Älteren steigen immer wieder in die Quelle. Irgendwie war es im ersten Moment dann doch schon schräg, aber es war durch und durch ein spiritueller Moment, der von allen vor Ort sehr ernst genommen wurde, was es wirklich schön machte.

Pura Tirta Empul

Von dort sind wir weiter zu Goa Gajah der auch als Elefanten-Tempel ist, so genannt, weil das Gesicht in dem Stein einem Elefanten ähneln soll. Urteilt selbst ob ihr den Elefanten seht. Ich muss zugeben ich sehe ihn nicht so unbedingt. Was eher unschön war, war dass wir auf den Parkplatz gefahren sind und die Verkäuferinnen alle schon ihre Ware anpreisend auf uns zu rannten, wo wir noch nicht mal gehalten hatten. Sie versuchten uns einen Sarong, ein Rock der in dem Tempel drüber gezogen werden muss, anzudrehen. Bei den meisten Tempeln sind sie aber auf die Touristen vorbereitet und man kann sich einen Sarong leihen. Ziemlich geschickt von den Verkäuferinnen, bei uns hat es nicht funktioniert, aber als wir auf dem Rückweg waren, sahen wir dass tatsächlich andere Touristen am kaufen waren.

Glücklich der Sarong Falle entgangen zu sein.


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