Christmas Party

Irgendwann hat mich Yi Tsen gefragt, ob wir nicht so Weihnachten mal feiern können, wie es in Deutschland gemacht wird. Alex (der andere deutsche Austauschstudent) und ich haben eine Weile überlegt wie wir dass konkret anstellen sollen, den hier in Kampar ist um ehrlich zu sein gar nichts weihnachtlich. Vor ein paar Tagen habe ich im Supermarkt auf einer Keksdose einen Weihnachtsmann gesehen, das wars dann aber auch schon. Also wie feiert man dann Weihnachten?

Nun wie ich bereits in dem Singapur Beitrag erzählt habe, hatte ich vor kurzem Besuch aus Deutschland, der mir nicht nur Pumpernickel gebracht hat sondern auch noch Spekulatius! So die Spekulatius waren also schon mal ein Muss für die Weihnachtsfeier. Und was braucht man noch? Glühwein! Oder in unserem Fall eher Kinderpunsch, da hier wenig/kein Alkohol getrunken wird. Wenn wir dann noch Weihnachtsmusik hinzufügen dann müsste doch auch ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommen oder?

Wir haben also den Kinderpunsch zubereitet, die Kekse bereit gestellt und die Weihnachtsmusik laut aufgedreht. Dann haben wir, die mit denen wir eigentlich immer was zusammen machen, alle eingeladen vorbei zu kommen um ein paar neue Dinge zu probieren.

Während Pumpernickel eher unbeliebt war, erfreute sich der Spekulatius und auch der Kinderpunsch direkt an hoher Beliebtheit.

Das ganze hat aber irgendwie nicht so richtig zu einer Weihnachtlichen Stimmung geführt, was auch schwer ist wenn man dort in Tshirt und Shorts sitzt und ohne irgendwelche Weihnachtliche Deko. Ich glaube da fehlt dann einfach der Gang zum Weihnachtsmarkt mit den Freunden, vielleicht auch das kalte Wetter, was es dann Weihnachtlich machen, oder was meint ihr? Was versetzt Euch in Weihnachtsstimmung?

Farewell Dinner

Als uns die Einladung zum Farewell Dinner erreichte, waren wir etwas verwirrt. Nicht darüber dass es so einen Termin gab, sondern darüber das er schon Ende November stattfinden sollte. Das ist ja eigentlich recht früh wenn man bedenkt dass die Klausuren noch bis zum 20. Dezember gehen. Da aber in der letzten November Woche offiziell die Vorlesungen aufgehört haben und viele auch nur in der ersten Dezember Woche Klausuren hatten, sind tatsächlich schon einige jetzt abgereist.

Wir haben uns in dem von außen schönsten Gebäude von Kampar getroffen: dem Grand Kampar Hotel (siehe Link: https://www.bing.com/images/search?q=grand+kampar+hotel&FORM=HDRSC2) und haben dort mit dem Großteil der Austauschstudenten ein letztes Mal alle zusammen Abend gegessen. Der Tisch war so lang das man das Ende kaum gesehen hat. Etwas schräg ist, dass obwohl 30 Leute nicht so viel sind, kennt man eigentlich nur so die Leute die mit in dem selben Haus wohnen und vielleicht noch 1-2 Ausnahmen, den Rest hat man dann doch irgendwie in der kurzen Zeit gar nicht kennengelernt.

7 Wochen Uni Zeit gehen sehr schnell um, vor allem wenn der Stundenplan so voll ist wie der meine. Ich muss zugeben richtig traurig bin ich nicht, dass die Vorlesungszeit vorbei ist, denn so kann ich meinen Tag jetzt stärker selber bestimmen und mir in Ruhe einteilen wann ich für welche Klausur lerne, ohne alles gleichzeitig machen zu müssen und in Zeitnot zu sein. Das war nämlich eher der Dauerzustand der letzten 7 Wochen.

Jetzt in der Klausurphase ist es deutlich ruhiger und man merkt auch, dass viele der Studenten hier in der Heimat sind und dort auch für die Klausuren lernen.

Die erste von den 5 Klausuren habe ich schon hinter mir und ich bin recht zufrieden damit wie es gelaufen ist. Es dürfte denke ich mal bestanden sein. Jetzt kommen noch 4 Stück und dann ist es auch geschafft.

Ein letztes Bild mit allen zusammen bevor sich alle wieder in der Welt zerstreuen.

Singapur

Schon eigentlich bevor ich nach Malaysia geflogen bin, stand dieser Termin schon fest. Das lag daran das meine Chefin genau an diesem Wochenende mit ihrem Verlobten naemlich fuer eine Nacht in Singapur sein wuerde also verabredeten wir uns.

Hingefahren bin ich mit dem Bus den man recht einfach ueber Seiten wie easybook.com buchen kann. Die Hin und Rueckfahrt hat mich ungefahr 30 EUR gekostet was ich fuer insgesamt 16 Stunden Fahrt absolut in Ordnung fand. Die Busse sind auch sehr bequem man kommt sich eher vor als ob man in grossen Sesseln sitzt und kann sie auch weit nachhinten stellen so dass man gut schlafen kann. Um so viel Zeit wie moeglich in Singapur zu haben bin ich mit den Bussen ueber Nacht gefahren.

Singapur ist absolut futurisitisch. Alles ist modern, die Buergersteige sind blitzblank (es gibt auch hohe Strafen dafuer wenn man bspw. eine Zigarette hinwerfen wuerde) und man fuehlt sich absolut wohl in dieser Metropole. Wir haben uns die Fuesse platt gelaufen und an einem Tag sind wir zumindestens laut Schrittzaehler meines Handys knapp 30 km gelaufen. Ob der Schrittzaehler wirklich genau ist, ist was anderes, aber wir sind wirklich weit gelaufen!

Da ich in diesem Post eigentlich mehr die Bilder zeigen moechte, will ich nur von 3 Highlights erzaehlen.

Da meine Chefin, ja Frisch aus Deutschland eingeflogen kam, hat sie mir PUMPERNICKEL mitgebracht! Nach 3 Monaten Toastbrot, kann man kaum beschreiben wie ist es wieder ein Pumpernickel zu beissen. Es ist wahrlich eine Geschmacksexplosion!! Im Ausland merkt man immer wieder wie sehr wir Deutschen doch eine Brotkultur haben.

Ein weiteres kleines Highlight war das Baden im Marina Sand Bays Pool! Dieser Infinity Pool liegt im 57 Stock des Marina Sand Bays Hotels. Leider ist dieser Pool allerdings nur fuer Hotelgaeste bestimmt, was irgendwo auch seine Exklusivität wahrt. Wir hatten aber das Glueck uns fuer die letzte Stunde vor dem aus checken die Zimmerkarte meiner Chefin borgen durften, und somit Zutritt zum Allerheiligsten hatten: Dem Pool im 57 Stock.

Die die mich kennen, wissen das meine absolute Lieblingsserie F.R.I.E.N.D.S ist. Eine Serie die mittlerweile zwar schon eher als oldschool gilt, aber oberklasse ist. Meine Eltern haben sie schon immer geschaut als ich noch klein war, ab irgendwann durfte ich dann auch mitschauen und es ist nach all den Jahren immer noch meine absolute Lieblingsserie! Wer sie noch nicht kennt unbedingt mal ansehen, sie ist auf jeden Fall auf Netflix zu sehen und manchmal auch late night im Disney Channel. Worauf ich eigentlich hinaus will, ist dass Singapur ein Cafe hat was dem aus der Serie nachgebaut ist! Der Kaffee wurde in genau den selben großen Tassen ausgeschenkt wie im Film und es gab dieses herrlich orangene Sofa, was immer der Mittelpunkt ist. Das Beste? Die Serie wurde ueber einen Beamer die ganze Zeit gespielt. Es gab auch eine Ecke wo die Kueche von Monica und Rachel nachgebaut ist. Es war absolut herrlich, ich haette den ganzen Tag dort verbringen koennen.

Gua Tempurung

Die Gua Tempurung Hoehlen sind nur ca. 12 km von Kampar entfernt, und waren eigentlich vor Wochen schon auf unserem Besichtigungsplan, aber da wir damals zeitlich zu spaet dran waren haben wir es verpasst dort mal reinzuschauen. Als wir durch eine Zwischenpruefung, die auf einem Samstag lag, gezwungen waren in Kampar zu bleiben, nutzten wir den Sonntag dann um endlich die Gua Tempurung Caves zu besichtigen. Die Hoehle ist die groesste natuerliche Kalksteinhoehle in Malaysia und ungefaehr 1,5 km lang.

Tempurung Crew – das seltsame Schnipszeichen was wir mit den Haenden formen ist uebrigens ein kleines Herz.

Ich war noch nie in einer Hoehle wo man so viele Treppen steigen musste. Vielleicht kann man das auf den Bildern erkenne es waren wirklich viele und teilweise auch echt steil hoch, also war damit das Sportprogramm fuer den Tag schon mal erledigt.

Wie ihr auf dem Bild sehen koennt waren wir 5 Leute. Da wir selber kein Auto zur Verfuegung haben rufen wir hier meistens ein „Grab“, das ist sowas aehnliches wie Uber nur fuer Asien (Also eine Art Taxi-Dienst). Das war auf dem Hinweg kein Problem, wir haben 2 Taxis gerufen, die kamen auch recht flott und brachten uns zur 12 km entfernten Hoehle. So, was wir allerdings nicht bedacht hatten war dass die Hoehle im Nichts eigentlich ist und daher die Chancen dort ein Grab zu bekommen (die Fahrer muessen die Fahrt nicht annehmen wenn sie nicht wollen) eher gering sind. Um es mit besseren Worten zu sagen sie sind gleich null. Das wurde uns bewusst nachdem wir die erste Stunde vergeblich gewartet hatten. Also entschieden wir zur naechsten staerker befahrenen Strasse zu gehen, weil dort auch eine Bushaltestelle war. Der Fussweg von 2,5 km war eigentlich nicht sehr weit, nur bei 33 Grad meist in der prallen Sonne, kommt er einem dann doch sehr weit vor.

Als wir endlich die Haltestelle dann erreichten, waren wir uns dank Google sicher dass der naechste Bus in 10 Minuten kommt. Ja auf Google ist leider nicht immer verlass. Eigentlich sollte in der Stunde die wir dort standen 2 Busse kommen, es kam natuerlich keiner. Wir konnten zwar einen Bekannten aus Kampar finden, der vier von uns haette nachhause bringen koennen, aber der wollte nicht zwei mal fahren und wir waren ja zu 5. Also standen wir weiter in der Sonne, denn wenn man sich in den Schatten stellte wurde man von Moskitos gebissen. Also standen wir in der prallen Mittagssonne und hofften darauf dass ein Grab uns endlich „annehmen“ wuerde.

Das geschah natuerlich nicht. Stattdessen passierte etwas besseres. Ein Schwarzer Gelaendewagen hielt neben uns an. Nadia war unsere Rettung. Sie hatte das Auto zwar eigentlich voll mit Einkaeufen ihren 3 Kindern und noch einer Bekannten, hat aber Platz geschaffen und schon mal Naoko und mich mitgenommen. Die Jungs konnten dann den Bekannten anrufen und mit ihm dann nachhause fahren. Nadia meinte ganz entspannt ihr waere das frueher auch schon mal passiert, von daher wuesste sie genau wie das ist wenn man da steht und nicht zurueck kommt. Sie brachte uns heim und wir tauschten nochmal Nummern aus, denn wenn ich das naechste Mal in Kuala Lumpur bin, werde ich sie definitiv auf einen Kaffee einladen um mich zu bedanken!

Der Abendhimmel an diesem Tag
(fotografiert vom Balkon)

Kulturschock?

Jetzt nach erfolgreichen 6 Wochen hier, muss ich defintiv sagen dass ich in den ersten Wochen doch einen Kulturschock hatte und tatsächlich sogar in das Muster von Ethnozentrismus gefallen bin, wo ich eigentlich dachte dass ich nach der ein oder anderen Auslandserfahrung doch drüber stehen müsste.

Tue ich aber eben nicht. Ich habe es mir aber auch nicht unbedingt einfach gemacht, in dem ich nach Malaysia gegangen bin dass weiß ich auch. Irgendwo in Europa wäre es sicher toll und einfacher gewesen und klar da ist auch vieles anders, aber irgendwo ist es hier dann doch nochmal eine ganz andere Nummer. Dazu kommt dass ich hier in Kampar, doch eher weiter auf dem Land bin und ich glaube genau das hat dem Kulturschock nochmal gut beigetragen.

In vielerlei Dingen, ist es hier ganz anders. Beispiel: Man sitzt in der Vorlesung, versteht irgendwas nicht und meldet sich um nachzufragen wie das genau gemeint ist oder ob ein Beispiel gegeben werden kann. Was passiert? Die Dozentin unterbricht schlagartig ihre „Rede“ mitten im Satz und fragt erstaunt nach. Damit hatte ich dann erfolgreich gelernt das hier Fragen in der Vorlesung selber eher unüblich hier.

Ein anderes Beispiel was mich sehr an mein Auslandsjahr in Peru zurück denken lässt ist folgendes: Es war noch in der ersten Woche hier und ich sollte zur Stundenplan Absprache in die Uni fahren. Ich also hingeradelt mit langer Jeans und Tshirt, den laut Dresscode darf man nun mal nicht Schulter oder zu viel Bein tragen. Vor dem Gebäude wurde ich dann von dem Guard abgefangen der meinte, mit so einer Hose kann ich nichts in Gebäude rein gehen. Denn was man hier wissen muss meine Jeans hat an zwei stellen so angedeutete Löcher wo aber Stoff drunter genäht ist weshalb ich mir sicher war dass es kein Problem sein sollte und da sie meine bequemste Jeans ist habe ich sie damals eingepackt. -War es aber nicht, also ich wieder nachhause umziehen und wieder zurück zum Termin. Wenige Tage später habe ich tatsächlich ein Mädchen gesehen das wirkliche Löcher in der Jeans hatte, und bei der war es dann aber kein Problem. Das sind dann immer die Momente wo ich mich ärger dass ich mit den 1,75 doch schon ziemlich auffalle.

Es sind viele Kleinigkeiten wie diese, oder auch wie die Kompliziertheit des Visums, mein voller Stundenplan und dann die andere Mentalität, das andere Essen, was es wirklich nicht unbedingt einfach machen. Gerade in der ersten Zeit habe ich mir häufig gedacht das ist in Deutschland aber besser. Ist es schlussendlich ja nicht. Nur man ist es einfach nicht gewöhnt nach den Regeln die hier sind zu spielen. Je länger man da ist, desto mehr passt man sich selber an, findet seine Wege, was man an Lebensmitteln kaufen sollte und was eher nicht und findet dann auch vielleicht mal ein Schlupfloch, so wie heute:

Mein Triumpf des Tages heute: Wenn man zur Uni radelt muss man immer seinen Studentenpass an der Pforte zu mindestens um den Hals hängen, damit die Guards ihn sehen können. In unregelmäßigen Abständen stehen sie dann auch am Eingang und schauen ob man ihn umhaut oder nicht. Heute hab ich meinen Pass aber vergessen, das ist mir aber erst aufgefallen als ich an der Stelle vorbeigefahren bin wo steht: „Please Show your ID“, da aber kein Guard heute da war bin ich ganz fix durch gefahren und hab mich über diesen kleinen Triumpf gefreut!

Schnelles Update

Die Uni hat gestartet und ich muss zugeben sie ist mehr als einnehmend. Da ich fünf Kurse belegen muss, um die notwendigen 30 ECTS Punkte zu erhalten, habe ich alleine durch Vorlesungen und Tutorien schon 36 Wochenstunden. Ja das ist viel. Warum so viele Stunden in einer Woche? Nun da ich im kurzen Semester hier bin, was nur 7 Wochen geht, werden die Vorlesungen und Tutorien in der Woche einfach doppelt gelegt, damit man keine wichtigen Inhalte verpasst. Dadurch dass auch Anwesenheitspflicht herrscht, ist man auch wirklich gezwungen überall zu erscheinen, denn hier ist es dann der Nachteil die einzige Europäerin zu sein – man fällt auf und fehlen würde direkt auffallen. Der ein oder andere Dozent nutzt das auch gerne um dann immer mal wieder Rückfragen zu stellen, wie es denn ich Deutschland ist. So schön dass auch ist, aber dadurch wird zusätzlich abverlangt dass man die ganze Zeit 100% aufmerksam ist. Wenn es nur die Vorlesungen wären, würde ich abends vielleicht noch etwas Zeit finden um hier mal was zu posten, aber in jedem Fach gibt es entweder eine Präsentation oder Debatte, eine Gruppen-Hausarbeit und in 3 von den 5 gibt es Zwischenprüfungen. Man steht also ganz schön unter Beschuss hier.

Ich müsste lügen wenn ich sagen würde dass es nicht anstrengend ist, aber das mache ich mir teilweise selber so, da ich jedes Wochenende versuche Ausflüge in andere Städte zu machen um mehr von Malaysia zu sehen und das was ich sehe gefällt mir sehr sehr gut! Das bedeutet aber auch dass ich alles in der Woche schaffen muss, was andere Studenten vielleicht noch am Wochenende erledigen können. Meine Nächte sind dadurch eher kurz, aber der Aufwand für die Ausflüge lohnt sich. Wenn wieder etwas mehr Ruhe ist werde ich von ihnen berichten! Bis dahin muss ich aber noch ein wenig weiter arbeiten.

Check-In

Direkt am Morgen wurden wir von meinem Buddy Catherine abgeholt, die uns zum Student Office brachte, wo wir direkt die Miete für die 3 Monate + die Kaution bezahlen sollten.

Die Zimmer Miete kostet ungefähr umgerechnet 100 EUR pro Monat mit zwei Monatsmieten als Kaution, was wirklich mehr als in Ordnung ist. Interessant war, dass wir direkt nachdem wir die Miete bezahlt hatten, jeder einen Bogen Papier in die Hand gedrückt bekommen hat mit dem wir unsere Zimmer und auch das Haus inspizieren sollten. Also wir sollten überprüfen ob noch der Feuerlöscher da ist, ob Nägel in die Wand gehauen wurden usw. und falls es irgendwelche Missstände gegeben hätte, wären direkt die Handwerker geschickt worden. Da zum Glück aber alles in Ordnung war, war es ein schnelles Prozedere.

Nachdem dass erledigt war, zeigte Catherine uns etwas von der umliegenden Stadt, empfahl uns einiges an Restaurants(es kommt einem so vor als gebe es nur Restaurants hier) und anschließend holten wir uns alle zusammen eine Take-away Lunch.

Auf dem Rückweg zum Haus machten wir allerdings noch Bekanntschaft mit einer Schlange die dort in der Abwasserrinne sich schlängelte. Die Tiere können auch ganz schön fix werden…

Schlange entdeckt? Sie ist links mittig in dieser Abwasserrinne

Um etwas mobiler zu sein haben wir hier Fahrräder gemietet, die dann auch uns dann auch noch vorbei gebracht wurden. Umgerechnet zahlt man dafür 10 EUR Miete pro Monat und das schöne ist, falls mal irgendwas mit dem Fahrrad ist kann man immer die Vermietung anrufen und sie kommen und reparieren einem das Rad. Die Uni selber ist nämlich direkt auf der anderen Seite des Sees, ich brauche also ungefähr 5 Minuten zur Uni, zu meiner Fakultät die etwas weiter hinten liegt brauche ich ca.10 Minuten. Der Weg dahin ist aber sehr schön weil man an einem weiteren See entlang fährt. (Fotos folgen)

Anschließend wurden wir noch von Miss Choi abgeholt, die mit uns den Check-In an der Uni machen sollte. Wir hatten ungefähr 40 Seiten Papierkram vor uns, das meiste davon betraf allerdings den Medizintest. Es wurde penibel viel gefragt, wie z.b. ob man schon an Depressionen gelitten hat und welche Krankheiten man schon im Leben hatte(es waren ungefähr 40 gelistet) und Familienmitglieder diese Krankheit haben/hatten und wenn ja welches Familienmitglied. Auch wann genau wir welche Impfen bekommen hatten war wichtig.

Heritage Hall – das erste Gebäude was man sieht wenn man auf den Campus fährt. Hier sind einige Büros zur Administration und eine große Halle, wo viele offizielle Termine stattfinden.

Während wir den Check-In bearbeiteten wurde uns auch erklärt was passiert wenn das Semester endet und man wieder zurück gehen möchte. Die Ausreise ist nämlich nicht so einfach. Zu erst muss man sein Studentenvisum kündigen, wofür man nach Ipoh (ca. 45min mit Auto entfernt) fahren muss und dann die Kündigung des Visums kann je nachdem ob das System gut funktioniert oder schlecht zwischen 2 Tagen und 2 Wochen dauern. In dieser Zeit ist man also ohne Pass. Des Weiteren ist es notwendig, nachdem man das Studentenvisum gekündigt hat das Land zu verlassen. So das ist ja logisch, ABER aufgepasst man darf nicht in ein Nachbarland einreisen, sondern muss vorweisen, dass man ein Flugticket in sein Heimatland hat. So hat es mir auf jeden Fall die Uni gesagt, verstehen tu ich dass zur Zeit noch nicht so ganz und es verhindert auch ziemlich meine Pläne nach dem Auslandssemester weiterzureisen für die 2 Monate die ich noch frei habe. Ich habe jetzt nochmal beim malaysischen Konsulat in Deutschland nachgefragt, ob das wirklich so ist, aber bisher noch keine Rückmeldung bekommen.

Aufruf: Falls jemand mehr Informationen zur Ausreise hat bitte unten in die Kommentare schreiben, ich bin für jeden Hinweis dankbar!

Nachdem der Check-In erledigt war, war ich ehrlich gesagt schon recht gefrustet das meine Pläne von der Weiterreise fürs erste durchkreuzt sind, aber abends sind wir dann noch mit frisch angekommen Austauschstudenten in einem anderem Lokal essen gegangen, wo es fast nur „westliches“ Essen gab, heißt: Schnitzel, Pommes, Nudeln, Salat. Hier kamen wir mit einigen der neuen Chinesischen Studenten ins Gespräch die uns erzählten, dass sie von Universität die Auflage habe zusätzlich zu ihren Studienleistungen pro Semester 140 km zu joggen, dies wird getrackt mithilfe einer App. Soviel sich das erstmal anhört aber wenn man das mal runterbricht auf ein Semester mit 4 Monaten muss man pro Woche 8,75 km laufen, was eigentlich ganz in Ordnung ist. So will die Uni ihre Studenten zum Sport bewegen, auch wenn die Mädels uns verraten haben, dass es auch mal Wochen gibt wo einer sich opfert sich 10 Handys in den Rucksack steckt und dann die 8,75 km mit dem Fahrrad fährt.

Ankunft in Malaysia

Jetzt sind es genau schon 10 Tage die ich in Malaysia bin und ich komme nicht hinterher meine Notizen zu der Reise abzutippen. Daher hab ich jetzt beschlossen, dass ich einen kurzen Break mache von der Reise berichte und lieber erstmal erzähle, was hier so in den letzten Tagen passiert ist, damit Ihr auch mal wirklich up to date seid.

[Keine Sorge es werden noch Posts zu der Reise nachfolgen!]

Angekommen bin ich hier am 03.10, was schon erstmal sehr seltsam war, dass ich den Tag vorher mich von meiner Reisefamilie verabschieden musste, die an dem Tag nämlich weiter nach Laos geflogen sind während ich noch eine Nacht länger in Hanoi geblieben bin. Als die anderen weg waren und mein Rucksack dann da alleine in der Ecke stand, war ich wirklich traurig.

Voll bepackt

Am 03.10 ging es früh morgens also zum Flughafen, und natürlich war ich sehr aufgeregt weshalb ich vor dem Wecker wach war und auch schon etwas früher fertig war. Ich sollte eigentlich von dem Shuttle um 6 Uhr abgeholt werden. Abfahrbereit war ich aber schon um 05:40 also bin ich schon runter zur Rezeption, wo ich den Rezeptionisten, und den Küchenjungen beide schlafenden auf den Sofas vorfand. Etwas verwirrt bin ich dann wieder nach oben und hab noch mal 15 Minuten im Zimmer gewartet bis ich nochmal einen Versuch gewagt habe nach unten zu gehen. Dieses Mal hatte ich dann Erfolg, der Küchenjunge war schon dabei mein Take-away Frühstück zu zubereiten und der Rezeptionist, hatte schon den PC hochgefahren.

Nach einer flotten Fahrt war ich dann auch schon am Flughafen und natürlich war ich vor allem darauf gespannt, was mein Rucksack wiegen würde. Ehrlich gesagt kommt er mir mittlerweile leichter vor, was nicht sein kann, aber wahrscheinlich gewöhnt man sich einfach an das Gewicht. Tatsächlich hatte der Rucksack 21 Kilo… aber der liebe Mann am Schalter hat noch nicht mals mit der Miene gezuckt und mich durchgewunken.

Im Flieger selber hatte ich ziemliches Glück denn ich hatte sogar eine ganze Reihe für mich alleine und konnte mich lang hinlegen und ein wenig schlafen. Als wir dann in den Landeanflug gingen schoss das Adrenalin natürlich hoch. Auch wenn mir meine zukünftige Uni eine Karte des Flughafens gegeben hatte, war ich trotzdem nicht so sicher, ob ich dass auch so finden würde wie es beschrieben war. Und vor allem hatte ich Sorge wie ich Mr. Siva finden sollte. Mr. Siva ist der Herr der mich abholen sollte vom Flughafen, und interessanterweise ist es hier möglich, bei Beginn eines Auslandssemester, dass Mr. Siva einen sogar noch vor der Immigration abholt und den Immigration-Prozess in einer gesonderten Linie mit einem zusammen macht. Tatsächlich hatte ich schneller Mr. Siva gefunden als ich mich ins WiFi des Flughafens einwählen konnte. Die Immigration war dadurch innerhalb von 2 Minuten erledigt und schon wartet wir am Gepäckschalter auf meinen Rucksack. Als der Rucksack dann endlich doch mal kam, wollte Mr. Siva(ein großer sehr schlaksiger Mann) meinen Rucksack für mich vom Band nehmen, schaffte es aber dann doch nicht durch das schwere Gewicht wo drüber er nachher auch sehr lachte, als ich den Rucksack dann hochhievte. Bevor man den Flughafen aber verlassen kann, muss man allerdings noch durch einen Bereich hindurch wo das Gepäck zusätzlich durchleuchtet wird. Auch hier konnten wir durch einen schnelleren Weg gehen und wurden dann kurz von einem Security Mann gefragt, ob ich Studentin sei, was Siva bejahte und dadurch konnten wir sogar noch einen kürzeren Weg wählen und uns den Scan sparen. Mr. Siva meinte in den 5 Jahren in den er jährlich ca. 100 Studenten abholt, wäre ihm das noch nie passiert. Ich scheine sehr vertrauenswürdig auszusehen.

Dann traf ich auf 2 andere Studenten die ebenfalls genau an diesem Tag abgeholt wurden. Einmal traf ich auf Alexander, tatsächlich ein 2. Deutscher, der aber in Regensburg studiert und auf Yi Tsen, die aus Taiwan kommt und sich direkt als Susan vorstellte, um es uns einfacher zu machen.

Auf der Fahrt von dem Flughafen nach Kampar (der Stadt wo ich nun studiere), ist nicht viel passiert aber ich war trotzdem zu aufgeregt um zu schlafen. Nach 2,5 Stunden kamen wir dann an unserem Haus direkt gegenüber des West-Lake an. Vor unserem Haus standen schon unsere Buddies, die uns begrüßten und sich vorstellten. Dann wurden uns unsere Zimmer gezeigt. Mein Zimmer recht groß, ich hab ein eigenes Bad und einen Balkon mit Blick auf den West-Lake und den Park davor, also wunderschöne Aussicht! Das wichtigste von allem: eine funktionierende Klimaanlage, die braucht man aber auch bei diesem Klima.

Nachdem wir etwas Zeit hatten alles zum einsortieren, sind wir mit unseren Buddies direkt erstmal zum nächsten Supermarkt und konnten Lebensmittel einkaufen, was natürlich irgendwie in der Eile dann doch sehr kompliziert ist vor allem wenn man auf die schnelle wie immer nichts findet. Aber es gab frisches Obst in Hülle und Fülle und Haferflocken hab ich auch gefunden.

Anschließend sind wir, die Buddies und anderen Austauschstudenten, die schon vor uns angekommen sind, zusammen essen gegangen. Wir haben typisch malaysisch Nasi Lemag probiert und es war unglaublich scharf, aber sehr lecker auch.

Unter dem Ei versteckt sich noch Reis und Hühnchen

Abschließend sind wir alle zusammen zu einem Lichterpark hier gefahren, der mit ein paar Werfbuden undeinem Geisterhaus auch irgendwie etwas von einer kleinen Kirmes hatte.

Ho Chi Minh City / Saigon

Der Weg zum Grenzübergang stellte sich als sehr langwiedrig heraus, da es 2 Unfälle gab, viel zu viel Verkehr herrschte und die Straßen auch nicht so gut sind. Irgendwann spät waren wir dann doch aber da. Der Grenzübergang von Kambodscha nach Vietnam war nun der 2. Auf dieser Reise und doch etwas anders als der von Thailand nach Kambodscha. Warum er anders war? Nun um nicht 10 Stunden auf die Bearbeitung unserer Pässe zu warten bat uns Minh (unser Guide, der die ganze Zeit mit uns reiste) bei dem Ausreisen, 1$ in den Pass zu legen und beim Einreisen in Vietnam 2$ in den Pass zu legen. Tatsächlich waren wir nach ungefähr 1 Stunde dann über der Grenze, obwohl es sich doch etwas schräg anfühlt tatsächlich Bestechung zu begehen. Wenn man sich aber umgeschaut hat, hat jeder den ich gesehen habe dasselbe gemacht.

Kaum in Vietnam angekommen merkten wir direkt, dass hier die Straßen um einiges besser waren. Dafür aber der Verkehr genauso übel wie vorher auch schon. Um 18 Uhr waren wir dann endlich in unserem Hostel mitten in Ho Chi Minh angekommen. Hier haben dann nochmal schnell alle geduscht (von uns 18 Leuten, hatte sich 1 getraut in Chambok mit der Schöpfkelle zu duschen) und dann ging es auch schon hinaus ins Nachtleben der Stadt, wo auch mächtig was los war. Es musste schließlich der letzte Abend gefeiert werden, da am darauffolgenden Tag die ersten von der Gruppe sich verabschiedeten während neue dafür dazustoßen würden.

Am nächsten Tag machten wir eine Cycling-Tour. Wer hier jetzt denkt man würde selber Rad fahren, der liegt falsch. Man sitzt quasi vor dem eigentlichen Fahrer, das kann man sich so ungefähr vorstellen wie eine Art Kindersitz (siehe Bild unten). Mein Fahrer war übrigens ein alter dürrer Mann, der wenn ich es richtig gesehen habe keine Zähne mehr hatte.

Unsere erste Station war das War Remnants Museum, das über den Vietnam-Krieg, oder wie er dort genannt, Amerika-Krieg ging. Unserer Gruppenführer des Tages war ein sehr emsiger kleiner Mann, er brachte uns direkt in das Museum hinein zeigte uns Raum eins und sagte: „Das hier ist der erste Raum. Ihr fangt hier auf der linken Seite an und endet dort auf der Rechten. Danach geht ihr in Raum 2 der ist dort drüben danach in Raum 3 alles gleiches Prinzip. Links anfangen. Ich erwarte euch in einer Stunde unten.“ Natürlich fingen wir also auf der linken Seite an. In dem Museum stand nicht nur etwas zur Kriegsgeschichte sondern es gab viele Fotografien die während des Krieges entstanden sind. Ebenfalls gab es viele Bilder die dokumentierten was der „Agent Orange“ angerichtet hatte, wo man die Fehlstellungen und Fehlentwicklungen sehen konnte. Auch wenn der Krieg jetzt lange vorbei ist, die wahrscheinlichkeit das hier Kinder mit den Mutationen oder Fehlstellungen geboren werden ist deutlich höher. Es gab ebenfalls einen Raum wo die Kinder die eben die Mutationen oder Fehlstellungen hatten, Bilder zu ihrer Situation gemalt hatten. Das war mit Abstand das schlimmste, eben obwohl die Bilder so positiv waren ist einem das einfach nah gegangen. Es gab z.b. Bilder wo die Kinder sich selbst gemalt hatten wie sie mit ihren Füßen das Bild malen, da sie keine Arme haben. Oder es gab Bilder mit Gedankenblasen und in dem einem war ein Fußball und ein Tor und in der anderen Blase war eine Bombe die mit einem großen X durchgestrichen war. Was etwas schräg an dem Museum ist, obwohl es in Vietnam steht und obwohl der Norden gewonnen hat, wirkt es so als ob hier die Amerikaner das Museum gebaut hätten. Den alle Beschreibungen und die vielen Fotografien sind aus amerikanischer Sichtweise.

Nach dem Museum brachten unserer Fahrer uns zum Palast der Stadt und dort wurden uns die Architektur erklärt den in der Fassade verstecken sich mehrere Chinesische Symbole die z.b. Reichtum, Führer oder Chef zeigen. Hier erzählte uns, der Gruppenführer auch von seiner eigenen Geschichte während des Krieges. Er war damals noch ein Kind und gerade am Ende des Krieges als die viele Bomben fielen, waren er und sein Bruder bei ihrem Vater(Arzt) im Krankenhaus und hielten sich dort versteckt. Da die Räume sehr stickig waren, und die Fenster fest verschlossen bleiben mussten pressten die beiden sich möglichst nah an die Tür wo ab und zu noch ein Hauch Luft reinkam. Und genau dieses rettete ihnen tatsächlich das Leben, denn es wurde auch eine Bombe auf das Krankenhaus abgeworfen und traf genau den Raum in dem die Jungen waren und nur weil sie an die Tür gepresst waren, überlebten sie mit ein paar Macken und Kratzern.

2. Station der Tour war die Statue von Thích Quáng Dúc der „Brennende Buddhist“. Im Jahr 1963 zündete er sich selbst an, um so gegen die Unterdrückung der Buddhisten von den Katholiken aufmerksam zu machen.

Weiter ging es dann zu einer kleineren Version des Notre Dame, der nur aus original Teilen aus Frankreich erbaut wurde (Vietnam, war lange Zeit eine Kolonie von Frankreich). Direkt daneben befand sich die Grand Post Station, die irgendwie entfernt and die Grand-Central-Station erinnert. Selbst heute kann man von dort aus noch Post verschicken, auch wenn es eigentlich mehr zu einer Touristen Attraktion geworden ist. Schön war es das es im hinterem Bereich die Möglichkeit gab, auch tatsächlich noch Briefe zu verschicken. Dort saßen auch einige Leute und schrieben eifrig auf ihre Karten (und nein es waren nicht nur Touristen!).

Nach der schönen Tour gingen wir ins Pho 2000 wo auch mal Bill Clinton Gast gewesen ist. Das war aber nicht unbedingt der Grund warum wir dort hin wollten, sondern eher weil es dort das beste Pho Bo der Stadt geben sollte. Es ist kein Lokal wie man es sich vorstellt wenn man hört Bill Clinton war zu Gast, sondern es ist eher wie eine Kantine, wo alle ihre Mittagspause verbringen und sich hin und wieder auch ein Tourist hin verirrt. Pho Bo ist eine Rindfleisch-Nudel-Suppe und sie schmeckt fantastisch!

Abschließend haben wir uns auf die Suche nach dem Ei-Kaffee gehört, der eine Spezialität Vietnams sein soll. Wir wurden auch fündig im „The Melbourne Cafe Saigon“, und hier ist er auch wirklich zu empfehlen, den er wird hier etwas weniger süß gemacht als in anderen Lokalen und auch mit etwas mehr Kaffee aufbereitet als sonst. Dadurch schmeckt das ganze wie Tiramisu! Also wirklich lecker!

Leider mussten wir uns dann von den ersten Leuten verabschieden, den wir fuhren an dem Abend noch mit dem Nachtzug weiter nach Nha Trang, während die anderen dann leider schon heimfuhren. Der Abschluss der ersten Etappe.

Chambok

Chambok liegt in einer etwas ländlicheren Gegend und war unser Home-Stay in einem einfachen Dorf. Um überhaupt in das Dorf zu kommen wo wir hinwollten, mussten wir schlussendlich mit unserem Bus die letzten 10 km über eine unbefestigte Straße fahren die mehr als holprig war. Reichlich durchgeschüttelt sind wir dann an unserem Ziel angekommen. Die meisten Häuser waren auf hohen Stelzen angelegt und hatten vielleicht eine Größe von 50-60 qm. Bevor wir aber unsere Zimmer begutachten konnten, haben wir erstmal einen Ausflug gemacht und zwar auf einem Trecker.

Die Landschaft um uns herum war wirklich mehr als schön! Überall kleine Seen und ganz viel Grün und hier und da auch mal eine Kuh die durchs Grüne schaut. Wir waren noch nicht lange unterwegs da hielt neben uns ein großer Pick up und ein kleiner Mann stieg aus und redete wild auf unsere Guide ein. Wie sie uns dann mitteilte, war dieser Mann Polizist (also der Dorfscheriff) und er wollte gerne ein Foto mit uns machen. Wir also alle Brav von dem Anhänger runtergeklettert und auf ins Grüne. Bevor wir allerdings das Foto machen konnten, zog er sich mal eben sein offizielles Hemd über und wechselte von FlipFlops in Anzugschuhe.

Nachdem das abgeschlossen war, durften wir weiterfahren, leider blieb uns hierbei das Wetter nicht gnädig und kurze Zeit später fing es ziemlich stark an zu regnen. Das ist dann leider unpraktisch ohne Dach und ohne irgendwelche Gebäude in der Nähe. Als wir dann an unserem eigentlichem Ziel angekommen waren (Der Mini-Grand-Canyon) waren wir also alle schon vollkommen durchnässt. Nur die die wirklich mit stabilen Schuhwerk gekommen sind, sind dann hinunter in den Mini-Grand-Canyon gestiegen, während der Rest von uns sich unter einen Ziegenstall gerettet hat. Da ich blöderweise mit FlipFlops unterwegs war, bin ich auch oben geblieben.

Nach einer Weile machten wir uns auf dann zum Gemeindezentrum wo wir heute Abend essen sollten und setzen uns auf den nassen Wagen und versuchten im Fahrtwind zu trocknen. Angekommen beim Gemeindezentrum wurde es schon dunkel, als uns die Frauen des Dorfes zeigten, wie man Armbänder aus Schilf flechtet.

Bei der Auswahl des Musters für unser eigenes Armband.

Unser Guide für Chambok erklärte uns, dass das Dorf seit 10 Jahren nun Touristen empfängt und das am Anfang die Leute sehr kritisch dem gegenübergestanden hätten, mittlerweile aber alle beim Tourismus mitmachen würden um so ihr Geld zu verdienen. Dieses Geld hat regelrecht zu eine Art Wohlstand geführt, denn die meisten Häuser verfügen mittlerweile über Toiletten, so wie wir sie kennen. Fließend Wasser gibt es aber noch nicht, das heißt wenn man duschen möchte ist direkt in dem Toilettenhäuschen ein riesiges Becken mit Wasser aus dem man mit einer Kelle schöpft und über sich gießt.

Wir hatten ein großes Zimmer zu 6, wo 3 Matratzen auf dem Boden lagen und darüber Moskitonetze gespannt waren. Trotz der Hitze, die herrscht auch nachts, haben wir soweit recht gut geschlafen. Morgens wurden wir von den Mönchsgesängen um 4:00 Uhr geweckt, denn es sollte heute über die Grenze nach Vietnam gehen.